Herzlich Willkommen bei der Kreisgruppe Traunstein
Leserbrief zum Artikel im Traunsteiner Wochenblatt
"Wir brauchen ein Terminal von den Alpen" vom 22.04.12" im Traunsteiner Wochenblatt
Nachdem der Standort im Haidforst zwischen Traunstein und Nußdorf für ein überdimensioniertes Güterterminal wohl endgültig gestorben ist, ist nun an der Waginger Straße hinter Hufschlag ein neuer Wunschstandort auserkoren worden. Obwohl mit dem Bau eines Terminals in Burghausen, einer Güterumladeanlage in Traunreut und dem stetigen Ausbau des Terminals in Salzburg der Bedarf rapide sinkt, werden die unsinnigen Pläne nicht begraben. Auch in Hufschlag soll nun auf über 7 ha Fläche Wald für die baulichen Anlagen gerodet werden. Hinzu kommt noch der Flächenverbrauch für die neue Gleisverbindung zwischen dem Waginger Gleis und der Hauptstrecke nach Salzburg, weitere Waldflächen werden sicherlich für Lagerflächen, Betriebsgebäude, Zufahrtsstrassen etc. geopfert werden müssen und der Zuzug von weiterem Gewerbe ist nicht ausgeschlossen - ein Fass ohne Boden. Wenn täglich ein Zug mit 500-600 Metern Länge zusammengestellt werden soll, kommen die Güter sicher nicht nur aus der Region, der Verkehr wird also nicht abnehmen, sondern zunehmen!
Direkt betroffen von diesen Planungen ist aber auch das Ödmoos, ein wertvolles , überregional bedeutsames und durch die EU als FFH-Gebiet geschütztes Latschen-Hochmoor, das nicht nur im Randbereich direkt überplant würde, sondern dessen Wasserkörper durch die Baumaßnahmen direkt betroffen wäre. Hier hat der Bund Naturschutz gemeinsam mit dem Staatsforst seit Jahrzehnten die Renaturierung vorangetrieben und viel Arbeit und Geld investiert. Nun ist der Wasserkörper soweit saniert, dass das Moor wieder wächst und wertvolle Tier- und Pflanzenarten sich etablieren konnten. Eine Beeinträchtigung dieses Hochmoores ist nach nationalem und internationalem Recht verboten und der Bund Naturschutz wird sich mit allen Mitteln dagegen wehren.
Beate Rutkowski
Das Ödmoos in unmittelbarer Nachbarschaft zum neuen geplanten Standort Hufschlag
"Freie Salzach"
Das Faltblatt "Freie Salzach" der ALS (Aktionsgemeinschaft Lebensraum Salzach) ist neu herausgekommen und steht zum Download bereit.
Für Druckexemplare wenden Sie sich bitte an die Geschäftsstelle der Kreisgruppe Traunstein des Bund Naturschutz (Tel.: 0861/12297 oder Mail: traunstein(at)bund-naturschutz.de) mit Angabe der gewünschten Stückzahlen.
Großdemo in Berlin am 21. Januar 2012
Wir haben es satt!
Seit vielen Jahren kämpft der Bund Naturschutz auch auf Kreisebene gegen den Einsatz der Grünen Gentechnik, gegen den Grünlandumbruch, gegen Massentierhaltung, für den Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft, für einen fairen Milchpreis und für eine bessere Aufklärung der Verbraucher.
Dies hat die Kreisgruppe auch mit der Teilnahme am Demonstrationszug „Wir haben es satt“ anlässlich der Eröffnung der Grünen Woche in Berlin gezeigt.
1994 wurde auf EU-Ebene beschlossen, ein digitales Funknetz für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) zu errichten. Man nennt dieses Netz daher BOS-Netz oder Tetra-Funk.
Im Jahr 2000 wurde BOS in England eingerichtet, heute ist es in über 100 Ländern installiert. Deutschland hat 2006 beschlossen, in die Tetrafunk-Technik einzusteigen. Sie soll eine bessere, abhörsichere Kommunikation ermöglichen und eine Überlastung der Netze im Katastrophenfall verhindern. Dabei sollen die derzeit 3500 analogen Funkstellen durch 945 digitale Funkstationen ersetzt werden.
Bis zum Jahr 2012 sollen im Landkreis Traunstein 22 Masten errichtet werden; bekannt sind bisher Planungen in Ruhpolding, Unterwössen, Palling, Trostberg, Traunstein, Waging, Seebruck, Inzell, Siegsdorf, Schleching und Obing. Hinzu kommen noch mehrere kleine genehmigungsfreie Masten unter 10 Meter.
Haidforst: Gegen das Springkraut und nur für ansässige Betriebe
Bürgerinitiative "Pro Haidforst" kümmert sich um den Wald und diskutiert Stadtratsbeschluss
Einziger Tagesordnungspunkt bei der monatlichen Versammlung der Bürgerinitiative „Rettet den Haidforst“ war die Juni-Sitzung des Traunsteiner Stadtrats, in der es um die Änderung des Flächennutzungsplans im Haidforst ging. Dort sollen nun 40000 Quadratmeter Waldfläche zu Gewerbeflächen werden (wir berichteten). Evi Knauer war sichtlich über die öffentliche Ankündigung der Stadtratssitzung verärgert und sagte: „Aus dem Tagesordnungspunkt ‚Änderung des Flächennutzungsplans’ konnte keiner ersehen, dass es um den Haidforst ging“. Wolfgang Wörner hatte zusammen mit mehreren anderen Mitglieder der BI an der Stadtratssitzung teilgenommen und berichtete, dass einerseits im Süden 10000 qm für die Firma Leimer ausgewiesen werden und andererseits weiter im Norden 30000 qm für nicht näher bezeichnete Betriebe. Günter Meyerhof befürchtete: „Wenn dann die wertvolle Naturwaldparzelle zwischen zwei Gewerbeflächen eingezwängt wird, dann wird sie leicht zur Müllhalde“. Hans Dandl, Gemeinderat aus Nussdorf pflichtete dem bei: „In Nussdorf gibt es zunehmend Beschwerden, dass das Gewerbegebiet Aiging als LKW-Parkplatz ohne sanitäre Anlagen missbraucht wird“.
Hauptthema der Diskussion der BI war jedoch, ob es für die 30000 qm Fläche im Haidforst tatsächlich konkrete Bewerber gibt und wer diese sind: Werner Siegl machte hier den Standpunkt der Bürgerinitiative nochmals deutlich: „Wenn ein im Haidforst ansässiger Betrieb Erweiterungsflächen benötigt, stellt sich die BI nicht dagegen, für andere Betriebe sollen aber keine Bäume im Haidforst gefällt werden“.
Leider ist bis heute nicht bekant, wer im Haidforst Wald von der Stadt Traunstein kaufen will, um dort zu roden und Gewerbeflächen zu erstellen. Rosi Berger bat darum, dass dann die im Haidforst ansässigen Firmen auch sparsam mit den Flächen umgehen sollen: „Wenn ein Betrieb in einem bestehenden Gewerbegebiet sich ausdehnen will, muss er Platz sparend planen, das sollte auch für die Haidforst-Betriebe gelten.“
Dass die Bürgerinitiative nicht nur mit Worten für den Haidforst kämpft, sondern sich aktiv um das Waldgebiet kümmert, stellte sie vor der Sitzung unter Beweis: Sie lud die Bevölkerung zu einer „Springkraut-Aktion“ ein und nicht wenige Leute fanden sich ein, um gemeinsam das dort wuchernde Springkraut auszureißen. Diese Aktion hatte übrigens eine so gute Resonanz (und es gibt noch sehr viel Springkraut im Haidforst), dass die Bürgerinitiative zu einer weiteren Springkraut-Aktion in den Haidforst getroffen hat.
Wolfgang Wörner
Schutz der frei fließenden Salzach
Pressemitteilung
Anlässlich der Tagung zur Sanierung der Salzach am 31. Mai fordern zahlreiche Naturschutzverbände einen konsequenten Schutz der Salzach: „Die Salzach darf nicht auf dem Altar eines vermeintlichen Klimaschutzes geopfert werden. Der Atomausstieg ist auch ohne Ausbau der Wasserkraft sofort möglich. Der Erfolg der derzeit laufenden Sanierung der Salzach würde durch Wasserkraftwerke völlig unnötig aufs Spiel gesetzt.“
Die untere Salzach ist der letzte auf längerer Strecke ungestaute Voralpenfluss in Bayern und Österreich. Von der Mündung aufwärts auf über 60 km Länge ist der Grenzfluss Salzach nicht gestaut. Entsprechend artenreich und einmalig sind die Lebensräume entlang der Salzach. Sie sind auch als europäisches Schutzgebiet Natura 2000 geschützt. Die derzeit laufende Sanierung wird die Salzach ohne Wasserkraftwerke für Mensch und Natur weiter aufwerten. Sie ist vorbildlich für einen zukunftsfähigen Umgang mit unseren Flüssen. Doch im Zuge des Ausbaus der Erneuerbaren Energien und insbesondere nun im Zuge der Diskussion um den Atomausstieg werden die Forderungen nach neuen Wasserkraftwerken an der Salzach wieder laut und konkret geplant:
anlässlich eines Treffens von Natur- und Umweltschutzorganisationen aus Bayern, Oberösterreich und Salzburg am 23. Mai 2011
Die untere Salzach ist der letzte auf längerer Strecke ungestaute Voralpenfluss dieser Dimension in Bayern und Österreich. Die Bedeutung dessen kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Unsere Generation hat daher die Verpflichtung, diesen - von der Mündung aufwärts auf über 60 km Länge nicht durch naturferne Querbauwerke beeinträchtigten - Fluss zu erhalten und - wo nötig - in deutsch-österreichischer Zusammenarbeit zu renaturieren.
Die Unterstützer der Resolution verlangen daher:
Erhaltung der freien Fließstrecke der unteren Salzach – keine Wehranlagen und keine Rampen im Tittmoninger Becken
Schaffung „weicher“ Ufer durch Uferrückbau und Verbreiterung des Flussbettes
Ermöglichung lokaler Flussaufweitungen durch Eigendynamik der Salzach in größtmöglichem Umfang
Erhöhung bzw. Verbesserung der ökologischen Funktionsfähigkeit der unteren Salzach und der Nebengewässer
Redetext von Hermann Eschenbeck, 2. Vorsitzendner der Kreisgruppe Traunstein:
Liebe Freundinnen und Freunde, Gegner der Kernkraft,
Die Halbwertszeit von Plutonium beträgt 24 000 Jahre, das wussten wir schon immer. Die Halbwertszeit des Vergessens nach einer atomaren Katastrophe dauert vier Wochen – zumindest bei der Atomlobby. Das erfahren wir in diesen Tagen. Fukushima hat uns eigentlich mit aller Deutlichkeit gezeigt, dass sich ein Supergau auch in einem Hochtechnologie-Land ereignen kann, dass ein Super-Gau einen Staat an den Abgrund führen, dass er eine Industrienation aus dem internationalen Wettbewerb werfen kann, dass er die dauernde Räumung von ganzen Regierungsbezirken nach sich zieht, den Verlust von Eigentum und Existenz für Hunderttausende. mehr
Biber - Problem oder Bereicherung?
Podiumsdiskussion am 25.03.2011
Am 25. März 2011 fand auf dem Hochberg bei Traunstein eine gut besuchte Podiumsdiskussion zum Thema Biber statt. Naturschützer, Landwirte und jeweils ein Vertreter des Wasserwirtschaftsamtes und der Unteren Naturschutzbehörde konnten nach einem Impulsreferat des Biberberaters Gerhard Kraus ihreMeinungen austauschen und Fragen aus dem Publikum beantworten. Dabei war ein Konsens des Abends, dass Gewässer-Randstreifen von 5-15 Metern die meisten Probleme mit Bibern erst gar nicht aufkommen lassen würden. Die Landwirte wären dazu gerne bereit, wenn diese Zuverfügungstellung des Grundes entsprechend finanziell ausgeglichen werden würde.
Manfred Mertl, Georg Auer, Max Lochner, Rainer Zehentner, Georg Hermansdorfer, Beate Rutkowski
Bauanleitung Insektenhotel
Wildbienen, die im Gegensatz zu unseren Honigbienen solitär leben, spielen im Naturhaushalt eine wichtige Rolle. Leider finden sie heute in der sauber aufgeräumten Landschaft und in Baumbeständen ohne Altholz viel zu wenig Nistplätze.
Naturschützer versuchen Alternativen zu bieten wie z.B. Hartholzriegel oder Lehmpackungen mit Bohrlöchern oder gebündelte Schilfhalme. Mehrere solcher Hilfen zusammen ergeben ein „Insektenhotel“.
Wir habe eine Bauanleitung zum Selbstbau für Sie zusammen gestellt.
Mahnwache in Traunstein
am 15.03.2011
Bund Naturschutz (BN) kritisiert Planungsdialog zum Ausbau der A8-Ost
Die BN Kreisgruppe Traunstein fordert weiterhin nachdrücklich, die Auswirkungen und Kosten einer 4+2-Variante zu untersuchen und damit eine ehrliche Abwägung zu ermöglichen. Dabei ist der erarbeitete Kriterienkatalog anzuwenden und ein bestmöglicher Lärmschutz für die Bürger einzuberechnen.
Nach acht Sitzungen in den vergangenen eineinhalb Jahren ist der Planungsdialog der Autobahndirektion (ABD) mit den Landräten, Bürgermeistern, Kommunalbeamten, Verbänden und Bürgerinitiativen zum Ausbau der A8-Ost Ende November abgeschlossen worden. Die Übergreifende Planungsbegleitung wird nun, voraussichtlich im Januar 2011, die Ergebnisse der Landkreisarbeitsgruppen diskutieren und entscheiden welche 6-spurigen Varianten weiter verfolgt werden sollen.
Der 2. Grünlandgipfel des Bund Naturschutz in Traunstein war ein großer Erfolg.
Rund 60 Teilnehmer aus den Bereichen Politik, Behörden und Verbände diskutierten mit Landwirten, Verarbeitern und Verbrauchern über die Zukunft der Grünlandwirtschaft und den Erhalt der Wiesen und Weiden und damit über die Zukunft unserer Kulturlandschaft. mehr
Achendelta
Leserbrief zum Artikel von Dirk Breitfuß in der Chiemgauzeitung vom 05.10.2010 „Langer Weg ins Delta der Ache“
Den Vorschlägen für eine Verbesserung des Schutzes der Naturschutzgebietskernzone im Mündungs-Delta der Tiroler Ache, die Michael Lohmann auflistet, stimmt der Bund Naturschutz in etlichen Punkten zu. Die Beruhigung des Gebietes durch die Reduzierung der Sportangel- und Jagdaktivitäten, die Wiedervernässung der Auwaldflächen durch Deichrücknahmen und die Reduzierung der Kiesentnahme sind wichtige Punkte, die auch dem Bund Naturschutz seit Jahren am Herzen liegen.
Strikt abgelehnt wird von unserem Verband aber die Öffnung der Kernzone des Deltas für Besucher. Besucher „lautlos und unsichtbar“ zu machen, wie Dr. Lohmann vorschwebt, ist ein Wunschdenken.
Und die Idee widerspricht auch dem Naturschutzgesetz.
Die Besucherlenkung in die Kernzone eines solch sensiblen Gebietes wäre eine erhebliche Verschlechterung und ein nicht ausgleichbarer Eingriff. Beides ist nach dem europäischen Naturschutzrecht unzulässig. Besucherlenkung und Besucherinformationen sind wichtig und richtig, aber die Kernzone muss auch weiterhin streng geschützt werden. Das Dilemma wird in dem Artikel deutlich. Gleichzeitig den Bau eines Besuchersteges in die Kernzone und die Einrichtung eines Überwachungsteams zur Vermeidung von Störungen zu fordern, widerspricht sich.
Auch in vielen anderen Naturschutzgebieten Deutschlands und Europas gibt es Anlagen zur Besucherlenkung wie Aussichtstürme, Plattformen, Bohlenwege im Randbereich, Infotafeln und Infozentren, allerdings sollen gerade die Kernbereiche dadurch geschützt werden.
Dabei geht es nicht um die Ausgrenzung der Bevölkerung, sondern umgekehrt um den Schutz der letzten Rückzugsgebiete unserer immer mehr verdrängten Flora und Fauna. Bisher konnten über 300 verschiedene Vogelarten am Chiemsee beobachtet werden, viele dieser Arten brüten hier oder nutzen die Kernzone als Rast- und Mausergebiet. Freuen wir uns und sorgen wir dafür, dass das auch so bleibt!
Redebeitrag von Hermann Eschenbeck, 2. Vorsitzender der Kreisgruppe Traunstein, anlässlich der Auftaktveranstaltung der "Bürgerallianz Grenzenlos" am 31.10.2010 in Waging.
Sehr geehrte Damen und Herren,
Der Bund Naturschutz fordert seit Jahrzehnten eine Menschen schützende, Klima schützende und zukunftsfähige Verkehrspolitik. Es ist nicht mehr hinnehmbar, dass der Klimaschutz und der Flächenschutz ausgeblendet wird und Millionen und Milliarden von Euro in unsinnige Verkehrsprojekte in unsere Region gepumpt werden, anstatt den ÖPNV und die Schiene auszubauen.
Unsere Region ist von der Straßenbauwut in der Politik besonders betroffen: mehr
Anti-Atom-Demo in München
Bis zu 50.000 Menschen bildeten am 9. Oktober auf einer Länge von zehn Kilometern eine Menschenkette quer durch die Münchner Innenstadt. Damit ist die Protestaktion für den Atomausstieg und für Erneuerbare Energien die größte Anti-Atom-Demo in Bayern seit Wackersdorf Mitte der 80er Jahre.
Auch Mitglieder der Kreisgruppe Traunstein haben sich an der Großdemonstration beteiligt. mehr
Blaukernauge am Tüttensee
Am 28.07.2010 konnten wir bei der Springkrautbekämpfung auf unserem Pflegegrundstück am Tüttensee mehrere Blaukernaugen (Minois dryas) - Rote Liste 2 (Bayern) beobachten. Dieser schöne und seltene Schmetterling braucht extensiv gepflegte Feuchtwiesen und reagiert sensibel auf zu frühe Mahd. Auch den Graubindigen Mohrenfalter (Erebia aethiops) Rote Liste 3 (BRD), Schmetterling des Jahres 2003 in Nordrhein-Westfalen, haben wir angetroffen. Wir sind stolz darauf, dass wir dort, wo vor einem guten Jahrzehnt noch Intensivgrünland war, ein hochwertiges Biotop geschaffen haben. Natürlich freuen wir uns nicht nur über die raren Exoten, sondern auch über die in großer Zahl vorkommenden Kaisermäntel und Tagpfauenaugen usw. Mehr über den Tüttensee
Wir haben uns sehr gefreut, als wir von Frau Kirchmaier von der Ludwig-Thoma-Grundschule in Traunstein gefragt wurden, ob wir nicht mit den Schülerinnen und Schülern der 4. Klasse ein Insektenhotel bauen wollten.
Wildbienen, die im Gegensatz zu den Honigbienen einzeln und nicht in Völkern leben, nehmen in unseren aufgeräumten Landschaften und Hausumgriffen, in denen es wenig altes Holz gibt , gerne Nisthilfen an, wie zum Beispiel gut getrocknete Hartholzklötze mit Bohrlöchern, Schilfhalme, gebündelt oder in Blechdosen bzw. Lochziegelsteine eingesteckt, Lehmklötze und anderes mehr. All diese Dinge vorzubereiten oder zu basteln ist eine reizvolle Aufgabe für eine vierte Klasse. Wenn die Kinder dann die Einzelteile zusammenfügen und in die Fächer des Insektenhotels einfügen, ist das ein starkes Gemeinschaftserlebnis. mehr
Umweltfrevel im FFH-Gebiet „Ewige Sau“
Das FFH-Gebiet „Hangquellmoor Ewige Sau“ (Nr. 8141-301) mit einer Größe von 50 ha liegt im Landkreis Traunstein nahe der Ortschaft „Untereggershausen“. Dieses FFH-Gebiet zeichnet sich aus durch das Vorkommen von Kalktuffquellen (LRT 7220), Auenwälder mit Alnus glutinosa (LRT 91E0), Pfeifengraswiesen (LRT 6410), Schwingrasenmoore (7140), Kalkreiche Niedermoore (7230) und Waldmeisterbuchenwald (9130).
Am 18.05.2010 wurde im FFH-Gebiet „Ewige Sau“ folgender Tatbestand entdeckt:
Auf mehreren Flächen wurden sechs zum Teil bis zu 50 Meter lange Gräben gezogen, die bis zu 2,50 tief und einen Meter breit sind. Vier der Gräben liegen im FFH-Gebiet, ein Graben außerhalb, einer zieht sich entlang der Grenze zum FFH-Gebiet. Vier Gräben liegen zudem in biotopkartierten Flächen. Bei den Baumaßnahmen wurde rücksichtslos vorgegangen. mehr
Praktikumswoche mit der Johannes-Vatter-Schule
Schon zum dritten Mal war im April 2010 eine Schülergruppe der Johannes-Vatter-Schule aus Friedberg (Hessen) beim Bund Naturschutz in Traunstein für eine Praktikumswoche zu Gast. Dieses Mal stand das Thema „Streuobst“ im Mittelpunkt. Streuobstanlagen waren in vielen deutschen Kulturlandschaften, auch bei uns im Alpenvorland über Jahrhunderte landschafts- und ortsbildprägend. mehr
Verbot von gentechnisch veränderten Kartoffeln gefordert
Vertreter der Bund Naturschutz-Kreisgruppen Traunstein, Berchtesgadener Land und Altötting demonstrierten anlässlich der Landesdelegiertenversammlung des Bundes Naturschutz am Wochenende in Fürth für gentechnikfreie Lebensmittel und Landwirtschaft.
„Keine Freisetzung, keine Freilandforschung, kein kommerzieller Anbau und keine Verfütterung gentechnisch veränderter Pflanzen in Deutschland“, so lautete die einstimmig beschlossene Forderung der Delegierten an die Politik. mehr
Demo gegen Atomkraft
am 24.04.10 in Traunstein Redebeitrag Bund Naturschutz Kreisgruppe Traunstein Hermann Eschenbeck, 2. Vorsitzender
Liebe Freundinnen und Freunde, Gegner der Kernkraft,
Im Jahr 1954, also vor 56 Jahren durfte ich an meiner Schule die Abiturrede halten. Ich wurde von den Lehrern und von meinen Mitschülern sehr gelobt, denn ich prophezeite der Bundesrepublik Deutschland eine glänzende Zukunft mit der Kernenergie als unerschöpfliche Energiequelle. Ich habe meine Meinung dann bald geändert – aber viele Politiker haben das bis heute noch nicht. mehr
Atomkraft abschalten - Klimaschutz einschalten
"Standby abschalten heißt den Atomkonzernen ein Schnippchen schlagen und den Klimaschutz einschalten. Das kann jede und jeder sofort umsetzen", so Hubert Weiger, der Landesvorsitzende des Bundes Naturschutz.
"Immerhin laufen von den 17 unsicheren und strahlenden Atommeilern allein in Deutschland zwei ausschließlich wegen des unnötigen Standby-Betriebes von Fernsehern, HiFi-Anlagen, DVD-Playern und anderen Haushaltsgeräten. In Bayern stehen allein fünf Atomkraftwerke, darunter der Altreaktor Isar 1 bei Landshut, die jederzeit das ganze Land verseuchen können.
Der Bund Naturschutz Traunstein lehnt die geplante Salzach-Brücke bei Fridolfing ab. mehr
Aubergtunnel - Umfahrung Altenmarkt
Kurzfassung der Stellungnahme der Kreisgruppe
Der Bund Naturschutz Traunstein lehnt das Gesamtkonzept des Projektes B299/B304 für eine ortsdurchfahrtsfreie Verbindung der A94 zur A8 bei Traunstein ab.
Der Bau von Straßen führt nicht zu einer Reduzierung der Verkehrsproblemen, sondern zu vermehrtem Flächenverbrauch und zu einer Verteilung von Lärm und Schadstoffen in der Fläche.
Der Ort Altenmarkt ist vom Verkehr besonders belastet. Die Situation am Verkehrsknotenpunkt „Schneeweiseck“ führt zu einem Stop-and-Go-Verkehr und dadurch zu einer vermehrten Belastung der Bevölkerung mit Lärm und Abgasen.
Da die Errichtung des Aubergtunnels zu einer Enlastung des Schneeweisecks und damit zu einer Verflüssigung des Verkehrs in Altenmarkt führt, stimmt der BN der Errichtung des Aubergtunnels zu. mehr...
Es besteht die Möglichkeit, diesen Film mit drastischen Hintergrundberichten zur Auswirkungen der Grünen Gentechnik auf Umwelt und Gesundheit bei der Kreisgruppe Traunstein als DVD auszuleihen.